Innenstadt: Der Leerstand in Gladbeck weitet sich aus

Vor wenigen Tagen schloss überraschend der seit Jahrzehnten geöffnete Metzger und Imbiss ,,Casserole". Damit verliert die Gladbecker Innenstadt eines der letzten deutschen Feinkost-Geschäfte, sowie einen der letzten deutschen Imbisse. Im Gegenzug eröffnete am Marktplatz allerdings ein weiterer Döner-Imbiß, wodurch die Anzahl solcher Läden in direkter Innenstadtlage nun nicht mehr zählbar erscheint.

Sobald Hertie in wenigen Tagen für immer die Pforten schließt, verfällt Gladbeck in eine wohl lang anhaltende Lethargie, was das Innenstadtleben betrifft. Es gibt kaum noch Anlaufpunkte, die von Leben zeugen. Für die meisten Produkte muss man sich bereits jetzt in den Bus nach Gelsenkirchen oder Bottrop begeben.

Das City-Center ist die Spitze des Eisberges. Hier stehen mehr Läden leer, als geöffnet sind. So scheint es zumindest, bzw. so schien es. Geschickt versucht man dies nun zu vertuschen, indem man geschlossene Läden durch Aufkleber versiegelt. Trotz weiterer Schließungen im und um das Center herum, denkt man trotzdem weiterhin an einen Ausbau. Die Außenfassade soll gänzlich neu erstrahlen und den Anschein eines Konsumtempels erhalten, lediglich ohne Geschäfte. Zwar gibt es Ankündigungen für neue Mieter, doch diese werden keine Belebung der gesamten Innenstadt mit sich bringen. Insgesamt betrachten wir dieses Bauvorhaben als ,,Brot und Spiele" für das Volk, um über den nahenden Volkstod, erst durch Brachliegung und einhergehenden Geburtenrückgang, hinwegzutäuschen.

Wir wissen, dass eine Modernisierung keine Besserung mit sich bringt, und fordern weiterhin eine Systemüberwindung. Der Liberal-Kapitalismus der westlichen Welt mit seinen Konsumtempeln, seiner unnatürlichen Wachstumsrate und seiner Globalisierung, ist gescheitert. Weitere Merkmale dieses Systems: Überfremdung, Verarmung, Klassenbildungen, Geburtenrückgang, Vernichtung von Werten und Kultur, Zerstörung der Gemeinschaft. Wir haben genug!

Nur ein allumfassendes neues Staatssystem, welches den natürlichen Ansprüchen der Menschen gerecht wird, und auch das Wirtschaftswesen demnach steuert und regelt, kann Besserung schaffen!

Weg mit dem Maroden, und Platz für Neues!