Heisenberg-Gymnasium: Von Nationalhelden, Marxisten und einer frustrierten Jahrgangsstufe

 

Dass sich gerade das Heisenberg Gymnasium als Brutstätte städtischer Antifaschisten und Marxisten etabliert hat, hat seinen ganz eigenen nachvollziehbaren Hintergrund. Angefangen bei Lehreraussagen, die besagen man hätte kein Herz, wäre man bis zum 18.ten Lebensjahr kein Kommunist geworden, über kommunistische Schüler ohne wirkliche Widersacher, bis hin zu antifaschistischen Ausstellungen, Programmen, Kinobesuchen usw.

 

Als vor ca. fünf Jahren, im November 2003, ein NPD-Infotisch in Gladbeck stattfand, versammelten sich mehrere Dutzend alternative Jugendliche am Stand, um diesen zu blockieren. Auch damals schon mit dabei: Eine eigene Gruppe des Heisenberg Gymnasiums, bestehend aus rund einem halben Dutzend Oberstufenschüler.

 

Auch bekannt sein dürfte der ehemalige Schüler Phillip Meinert, ein bisexueller Punker, und Vertreter der APPD (Anarchistische Pogo Partei Deutschlands). Dieser betätigte sich schon zu Schulzeiten antifaschistisch und betreibt heute, während er in Duisburg gemeldet ist, einen antifaschistischen Buttonversand. Um ihn herum sammelten sich Mitglieder der ,,Oi-Szene“, die sich heute immer noch regelmäßig im ,,Goethecafe“ in der Innenstadt treffen. Dort waren zuletzt ein halbes Dutzend Nationalisten des Raumes verwiesen worden, weil sie mit ihrer Anwesendheit provozierend wirken würden.

 

Heute besuchen ebenso zahlreiche Antifaschisten das Heisenberg Gymnasium, die zuletzt durch eine, in der Aula der Schule stattfindende, Holocaust-Erinnerungsaktion auffielen. Bereits hierbei traten als Initiatoren Yannick C. (die WAZ veröffentlichte am 16.01.2009 nach dessen Zustimmung seinen gesamten Namen, eine weitere Verwendung des vollen Namens ist somit in Nähe zu dem Erscheinungsdatum legitim), ein ehemaliges Mitglied der Gladbecker Jusos (SPD-Jugendgruppe) sowie ,,Elm“ alias Florian B. aus Bottrop-Kirchellen auf. Beide spielen jeweils in einer antifaschistischen Musikgruppe, welche auch beide in der Aula auftraten. (Yannick Chougrani – Sprechgesang - The Souldiers // Florian B. – Drumer - Loki´s Revenge) Vor wenigen Wochen nun erschien, ebenfalls von diesen beiden Personen, ein Aufruf am schwarzen Brett des Gymnasiums. In diesem nimmt man Stellung gegen ,,Nationalhelden“, indem man kritisiert dass die Schule eine Fahrt zum Kinofilm von Tom Cruise organisiert, welcher bekanntlich den Namen ,,Operation Walküre“ trägt und vom Stauffenberg-Attentat handelt. Doch dies gefällt den beiden Marxisten nur bedingt, sehen sie in Stauffenberg ebenso einen Nationalhelden, der Hitler nicht aufgrund politischer Differenzen ermorden wollte, sondern um das Ansehen seines Landes zu bewahren. Viel zu viel Nationalismus oder Patriotismus für die beiden tapferen Kerle. Erscheint es auch ein wenig anmaßend, möchte Yannick als Ausländer den Deutschen erklären, welche Leitbilder man sich nehmen darf, und welche nicht.

 

Die oberen Jahrgangsstufen, sowie die nachkommenden Generationen, waren wenig begeistert von dieser Aktion und traten vereinzelt in Kontakt mit Nationalisten aus Gladbeck. Man darf hier natürlich nicht vergessen, dass hier der Unmut über die Streichung der weitern Fahrten überwiegt, als das Erkennen falscher Zustände am Gymnasium selbst. Kaum einem deutschen Jugendlichen weiß es zu missfallen, dass deutsche Helden in den Geschichtsbüchern nur sehr wenig Anerkennung finden. Das bedeutet nicht, dass wir dem Herren Stauffenberg diesen Titel zusprechen, keinesfalls. Viel mehr sprechen wir von großartigen Kämpfern, Denkern und Dichtern wie Albert Leo Schlageter oder Friedrich Wilhelm Nietzsche. Wobei Letzterer wenigstens noch Beachtung in der Philosophie findet, Ersterer allerdings kaum namentlich genannt wird.

 

Wir erachten Leitbilder, nennen wir sie auch gerne Nationalhelden, als untrennbar vereint mit einer wertebezogenen Jugenderziehung. Nur Vorbilder geben Halt, spornen an und zeigen klare Linien für ein Volk auf. Was die heutige wertelose, vorbildslose und anstandslose Zeit geschaffen hat, kann man lediglich unter den Negativpunkten der gesellschaftlichen Entwicklung platzieren. Wir verkommen mehr und mehr zu einer zerrissenen Gesellschaft, ohne Bindeglieder und vor allem ohne Moral und Anstand.

 

Wir verfolgen, auf Wunsch einiger Schüler, weiterhin den Ablauf am Gymnasium und bringen uns aktiv ein.

 

Wer seine eigene Geschichte nicht kennt und respektiert – der hat keine Zukunft.

 

Anhang: Wir verweisen zudem auf die bald beginnende Kampagne ,,Antikommunismus“, die sich dem Weltbild des Marxismus ausführlich widmet. (www.antikommunismus.info)