Einseitiger Schuldkult auf dem Jahreshöhepunkt
Auch in Gladbeck gab es dieses Jahr zum 9. November erneut zahlreiche Veranstaltungen zur sogenannten ,,Reichspogromnacht“. Gedacht wird, natürlich, den Opfern nicht-deutscher Seite, mag der Tag auch vieles mehr an Erinnerung bieten als den 9. November 1938.
Wir, und auch viele ältere Menschen in Gladbeck, haben schon lange die Hoffnung verloren an einem von staatlicher Seite unterstützten und nicht von Repressionen überschatteten Gedenken für die eigenen Opfer teilnehmen zu dürfen, welches nicht im direkten Bezug zur eigenen Schuld steht, die bei jedem öffentlichen Gedenken zwanghafterweise bekundet werden muss.
So versammelten sich heute auch wieder die Spitzenpolitiker der Kleinstadtpolitik an den Stelen des Gladbecker Ehrendenkmales. Kaum Menschen waren gekommen, die ausgeschüttete Trauer in Richtung Nahen-Osten jedoch reichte für ein ganzes Volk.
Wir jedoch haben den 9. November genutzt um denjenigen zu gedenken, die heute kaum noch erwähnt werden.
Am 9. November 1923 fielen am frühen Nachmittag beim Marsch auf die Feldherrenhalle und im Kampf für ein besseres Deutschland 16 tapfere Überzeugungstäter.
WIR RUFEN:
Felix Alfarth
Andreas Bauriedel
Theodor Casella
Wilhelm Ehrlich
Martin Faust
Ant. Hechenberger
Oskar Körner
Karl Kuhn
Karl Laforce
Kurt Neubauer
Claus von Pape
Theodor von der Pfordten
Joh. Rittmeister a. D. Rickmers
Max Erwin von Scheubner- Richter
Lorenz Ritter von Stransky
Wilhelm Wolf
Blutzeugen einer besseren Zeit – Ruhet in Frieden!