Weihnachtsbrauchtum

Bald ist es wieder soweit – das Julfest naht, die Jahreswende steht kurz bevor. Und wie jedes Jahr fragen sich viele Kameraden, auf welchem Wege sie dieses Fest begehen. Zwar verbindet jeder von uns teils schöne Erinnerungen mit diesem Fest aus frühster Kindheit, jedoch hat es wie jedes religiöse Fest einen faden Beigeschmack. Seit Jahrhunderten erfährt das Julfest eine Politisierung und religiöse Umwälzung, indem man natürliche Bräuche zu religiösen Handlungen und Anlässen umdeutet. Das jedoch bedeutet nicht, dass wir dieses Fest umgehen sollten – immer noch steckt im heutigen Weihnachten uraltes deutsches Brauchtum.

 

Listet man verschiedene Weihnachtsutensilien auf, oder analysiert verschiedene Personen und Orte in der Weihnachtsgeschichte, so kann man direkte Bezüge zu unseren Ahnen feststellen. Die Maria tauchte bereits bei uns als Frau und Lebensspenderin auf, nur unter anderem Namen. Das geborene Kind steht schon seit jeher für neues aufgehendes Leben. Auch wir benutzen Nadelbäume (Lebensbaum) aus heimischen Wälder, um einen Hauch von Leben und Wachsen in die Wohnung zu bringen. Zudem schnitt man von diesem Baum einen Zweig ab, die Mistel, welche in Entfernung zu dem Nadelbaum aufgehangen wurde. Sie sollte den Tod symbolisieren, der absterbende Ast, der vom neuen Leben getrennt wurde. Er wird bis zur Jahreswende vertrocknen und absterben, während der Baum weiter blüht. In Norddeutschland gab es zu dem einen Schimmelreiter, dieser wurde später durch den Weihnachtsmann ersetzt. Er ritt mit seinem weißen Schimmel durch die Nacht und schützte die Menschen vor den Gefahren. Manch einer setzte diesen Schimmelreiter mit Wotan gleich, der auf seinem Pferd dahin ritt.

 

 

Zitat von Dr. Hans Strobel:

 

,,Es ist somit manch wertvoller Zug, der als der Väter Vermächtnis in unseren deutschen Weihnachtsbräuchen lebendig fortlebt. Sinn deutscher Volkstumsarbeit kann es niemals sein, dieses Brauchtum durch einen nüchternen zerpflückenden Intellekt zerstören zu lassen. Ziel ist und bleibt, wieder artgemäße und unverfälschte Gestaltung. Voraussetzung zu solcher Gestaltung aber ist die blutsbedingte Weltanschauung und der rechte Glaube, die Scheidung des Artechten vom Artfremden, die Weidereinsetzung des ,,Verdrängten“ von fremden Zusätzen.“

 

Alle Termine und Personen des heutigen christlichen Weihnachten waren also schon lange zuvor im germanischen Brauchtum verankert. Alles drehte sich hierbei um den Niedergang alten Lebens und die Auferstehung von Neuem. Bauern banden so zum Teil auch zum Julfest Stroh um Bäume und Früchte, um sich für die reichliche Ernte zu bedanken. Die Tiere erhielten am Festtag zudem eine Futterzulage. In Schlesien wurde das bekannte Weihnachtsschießen zum ,,Christkindherunterschießen“ in Folge der einsetzenden Christianisierung, und dem völkischen Widerstand.

 

Wir können also sehr wohl Jahr für Jahr dieses Fest begehen, welches eines der wichtigsten Feste unserer Ahnen war. Entscheidend für uns ist allerdings woran wir glauben und an was wir denken, wenn wir vor dem Nadelbaum sitzen, die Mistel aufhängen, oder Nüsse und Äpfel bereitlegen. All diese Bräuche haben eine tiefe Bedeutung, und wurden nicht wie das heutige Weihnachten des Konsums halber betrieben, sondern um den Naturgesetzen zu folgen.

 

Diese Bräuche müssen wir leben, und vor allem unseren Kindern beibringen. Hilfreich hierbei ist, dass das Christentum lediglich unsere Bräuche übernahm, ihnen aber andere Bedeutungen zuwies. So dürfte es uns nicht schwer fallen für uns im Inneren das wirkliche Julfest und die wirkliche Jahreswende zu feiern.

 

Auf das Altes geht – und Neues entsteht!